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Akne

Akne entsteht in den meisten Fällen durch ein Ungleichgewicht zwischen männlichen und weiblichen Geschlechtshormonen. Während Akne früher als Erkrankung der Pubertät betrachtet wurde, sehen wir seit einigen Jahren vermehrt Akne insbesondere bei Frauen bis weit jenseits des vierten Lebensjahrzehnts. Möglicherweise hängt dies damit zusammen, dass in unserer Umwelt, insbesondere im Wasser, bedingt durch Insektenschutzmittel und den Einsatz von hormonähnlichen Medikamenten erhöhte Konzentrationen an Hormonen und hormonähnlichen Substanzen vorhanden sind. Auch Weichmacher in Kunststoffen haben hormonähnliche Strukturen. Akne wird von den Betroffenen als großer Makel empfunden, der Leidensdruck ist oftmals hoch. Insbesondere Jugendliche mit mittelschwerer und schwerer Akne ziehen sich häufig von ihrer Umwelt zurück und zeigen Anzeichen depressiver Störungen. Die gefühlte Einschränkung der Lebensqualität ist bei schweren Akneformen oftmals höher als bei schweren Herzerkrankungen.

Je nach Ausprägung der Akne stehen uns vielfältige Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Cremes, die mit naturnahen Inhaltsstoffen Verhornungen und die obersten Hautschichten lösen, finden genauso ihren Einsatz wie das klassische Benzoylperoxid oder in besonderen Fällen Antibiotika. Zur anti-entzündlichen Behandlung, zur Verfeinerung der Haut und zur Verhinderung oder zumindest Abminderung einer möglichen Narbenbildung finden medizinische Peelings mit naturnahen Inhaltsstoffen ihren Einsatz. Fruchtsäure-Peels wirken beispielsweise antimokrobiell und komedolytisch (lösen Talgpfropfen auf) und wir erreichen eine sanfte oberflächliche Schälung der Haut.

Unterstützend zur oberflächlichen Behandlung können bei Frauen Hormonpräparate eingesetzt werden, die gleichzeitig den Spiegel der männlichen Geschlechtshormone senken. Besonders schwere, knotige Akneformen können durch die Einnahme von Vitamin-A-Säure zur Ausheilung gebracht werden. Hierbei schmelzen im Laufe der circa sechs Monate dauernden Behandlung die Akneknoten ein, die Narben glätten sich und die entzündeten Talgdrüsen schrumpfen auf ihre normale Größe. Sollten trotz oder wegen einer zu spät begonnen Aknebehandlung bleibende Narben entstanden sein, besteht nach Abheilen der Entzündung die Möglichkeit einer Narbenglättung mittels CO2-Laser.

Akne tarda

In vielen Fällen tritt die Spätakne in der leichten Form auf, manchmal nur an vereinzelten Tagen. Zusätzlich zur medizinischen Behandlung gibt es kosmetische Anwendungen, die das Geschehen sichtbar verbessern können. Zur Optimierung des Behandlungsergebnisses werden medizinische Wirkstoffe mit medizinisch-kosmetischen Therapien kombiniert. Peelings mit Fruchtsäuren oder auch tief wirkenden Substanzen (Green Peel) erneuern und verfeinern die entzündliche Haut. Von großer Wichtigkeit ist darüber hinaus eine hauttypgerechte Kosmetik und Pflege, insbesondere in Fällen, wo Zonen von Akne neben trockenen Hautstellen auftreten. Hier ist eine individuelle hautärztliche Beratung unbedingt notwendig.