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Hyperhidrose

Als Hyperhidrose bezeichnet man eine vermehrte Schweißneigung, oft schon bei geringster Anstrengung. Am häufigsten sind die Achselhöhlen betroffen, weniger häufig Handflächen, Fußsohlen, Kopf oder in seltenen Fällen auch der ganze Körper. Dem Leiden zugrunde liegt eine geringfügige Fehlregulation des unbewussten Nervensystems. Schweißflecken oder feuchte Hände zu haben, stellt in unserer Gesellschaft ein großes soziales Stigma dar.

Die Betroffenen schämen sich häufig, werden unsicher und ziehen sich von sportlichen Aktivitäten und/oder aus dem sozialen Leben zurück. Die seelische Beeinträchtigung kann erschreckende Ausmaße annehmen, oftmals sind trockene Hände oder Achselhöhlen einer der größten Lebenswünsche der Betroffenen. Die Behandlung einer örtlich beschränkten Hyperhidrose stellt heutzutage keine größere Schwierigkeit mehr dar, wobei von sämtlichen operativen Behandlungsverfahren wegen möglicher erheblicher Nebenwirkungen grundsätzlich abzuraten ist.

In Fällen, in denen eine oberflächliche Behandlung keinen zufriedenstellenden Erfolg zeigt, führen wir eine Behandlung mit Botulinumtoxin durch. Botulinumtoxin wird an den Stellen vermehrten Schwitzens mit feinsten Nadeln unter die Hautoberfläche gespritzt. Die Substanz entkoppelt die Schweißdrüsen vom unbewussten Nervensystem, was dazu führt, dass die Schweißproduktion nach wenigen Tagen komplett (selten lediglich nahezu komplett) aufhört. Die praktisch nebenwirkungsfreie Behandlung muss in den meisten Fällen circa 2x pro Jahr durchgeführt werden.