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Schuppenflechte

Eine Vielzahl von Maßnahmen steht heute in der Therapie der Schuppenflechte zur Verfügung. Das Wichtigste ist in jedem Fall eine individualisierte Therapie, die im Dialog zwischen Arzt und Patienten beobachtet und abwägt, was im Einzelfall richtig ist.

Prinzipiell orientiert sich die Therapie am Schweregrad. Auf Stufe 1 stehen abschuppende Präparate, die Salicylsäure enthalten, sowie Cremes und Salben, die entzündungshemmend wirken und Vitamin D3, aber auch Cortison enthalten können. Auf Stufe 2 werden biologische Wirkmechanismen genutzt: ToMeSa ist die kombinierte Behandlung aus Salzwasserbad und UVB 3111-Bestrahlung und gilt als bewährte Unterstützung bei der Behandlung der Schuppenflechte. Eine abheilende Wirkung ist schon nach ein bis zwei Wochen zu beobachten, nach vier bis sechs Wochen sind mehr als 75 Prozent der Patienten weitgehend erscheinungsfrei. Ein weiteres Lichttherapieverfahren ist PUVA, die Kombination von UVA-Licht mit Psoralenen (=Pflanzeninhaltsstoffe, die die Haut kurzzeitig für UVA-Licht sensibilisieren). Die Bestrahlung erfolgt zwei bis vier Mal in der Woche, wobei in der Regel bis zur Erscheinungsfreiheit 30-40 Behandlungen vonnöten sind. Eine erste Wirkung zeigt sich meist nach ein bis zwei Wochen. Bei mehr als 90 Prozent der Patienten sind nach Beendigung der Behandlung weitgehend erscheinungsfrei. Für die innerliche Behandlung auf Stufe 3 steht eine größere Anzahl von Medikamenten zur Verfügung, die Entzündung und Zellwachstum zu hemmen vermögen.